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ERGO rekrutiert Mitarbeiter am Münchner Hauptbahnhof

Morgens um halb acht steht ein junger schwarzhaariger Mann mit C&A-Anzug und Coffee-to-go-Becher am Münchner Hauptbahnhof nahe des S-Bahn-Aufgangs und wartet auf Opfer, die dem Zug entsteigen. Sein Beuteschema sind junge Leute, die sympathisch wirken und einen perfekten Vertretertypen abgeben. Die Phrasen, mit denen sie angesprochen werden lauten: „Wie alt bist du?“, „Wohnst du in München?“, „Was arbeitest du?“, „Hast du Interesse mit 6 Stunden Aufwand in der Woche € 2.000 monatlich nebenbei zu verdienen?“, „Gibst zu mir deine Handy-Nummer?“. In dieser Art und Weise läuft die Mitarbeitergewinnung für einen der größten deutschen Finanzvertriebe - der ERGO Pro - ab, früher bekannt als HMI. Ins Leben gerufen wurde der Strukturvertrieb 1973, allerdings wurde der Name mit der Gründung der  ERGO-Gruppe am 27.01.2012 geändert. Der Schwarzhaarige mit dem Kaffeebecher ist kein einzelnes schwarzes Schaf. Einige Bahnfahrer wurden schon von verschiedenen ERGO Pro-Leuten immer nach dem selben Prinzip angesprochen. Die Cleveren geben einfach eine falsche Mobilfunknummer heraus und haben damit ihre Ruhe.

Deutsche Bahn droht mit Hausverbot

Erlaubt sind derartige Aktionen auf Grund und Boden der Deutschen Bahn nicht. Bahn-Sprecher Bernd Honerkamp hierzu: „Werbeaktionen müssen angemeldet werden, sonst gibt es ein Hausverbot“. Darunter fällt auch besagte Mitarbeiteranwerbung, welche die Vertreter der ERGO hier betreiben. Dafür ist allerdings eine Genehmigung notwendig, die laut dem Bahn-Sprecher nie angefragt wurde. Die Deutsche Bahn ist nun am überlegen, diesem Treiben ein Ende zu setzen. Sicherheitskräfte sollen auf Patrouille geschickt werden, um den Vertretern Hausverbot zu erteilen. 

Rekrutierungsversuche finden überall statt

Die unkonventionelle Art neue Mitarbeiter sozusagen auf der Straße zu rekrutieren, ist ein Teil der ERGO-Strategie. Egal ob im Discounter, in der Fußgängerzone oder der Kneipe, kein Ort ist sicher vor Anwerbungsversuchen. Ein Sprecher der Gesellschaft gibt dazu folgende Begründung: „Wir haben einfach beste Erfahrung mit Menschen gemacht, die aus den unterschiedlichsten Branchen und Biographien zu uns gestoßen sind.“ Interessante Personen kann man überall treffen – das klingt zumindest ansatzweise plausibel.

Neue Strukturmitarbeiter unter großem Druck

Fakt ist, dass neue Mitarbeiter für den Strukturvertrieb ERGO Pro angeworben werden. Die dabei betriebene Art der Vermittlung konzerneigener Produkte ist in der Vergangenheit oft in die Kritik geraten. Nach Angaben der Gesellschaft sind aktuell 46.000 Personen in diesem System weltweit tätig. Die Vorgehensweise des Strukturvertriebs ist darauf ausgerichtet, seine Arbeitskraft zu vervielfältigen. D.h. der „Strukki“, wie dieser Vertriebler im Fachjargon genannt wird, versucht neue Vermittler anzuwerben und verdient an deren Umsätzen. Sehr häufig handelt es sich dabei um branchenfremde Personen. Dabei bekommt der Einsteiger nur etwa 10-15 Prozent der gesamten Provision, den Rest erhalten seine Strukturhöheren. Aufgrund dieser Hierarchie können nur Verträge vermittelt werden, bei denen eine hohe Provision fließt. Der neue und unerfahrene Vermittler wird aufgefordert eine Liste mit den Namen seiner Bekannten, Freunde und Verwandten aufzuschreiben, um diese mit Produkten der ERGO-Gruppe zu beglücken. Sehr häufig ist das Geschäft allerdings beendet, sobald er bei fremden Leuten am Tisch sitzt, bei denen kein Vertrauensbonus vorhanden ist. Der Druck in der unteren Ebene ist enorm hoch und führt zu absurden Ideen, wie morgens am Hauptbahnhof Pendler abzufangen und dies auch noch ohne offizielle Erlaubnis.

ERGO redet sich raus

Wie nicht anders zu erwarten, heißt es von Seiten der Gesellschaft, dass eine Maßnahme dieser Art nicht vorgegeben wurde. Die Aktion am Münchner Hauptbahnhof werde geprüft und gegebenenfalls Strukkis in Sachen „Verhaltensregeln“ nachgeschult. Das Auftreten der ERGO-Mitarbeiter muss auch auf der Straße gewahrt bleiben. Jeder Branchenkenner wendet sich bei solch einer Aussage kopfschüttelnd ab.

Versicherungsbranche hat Probleme

Die Finanzdienstleister und Versicherer haben Probleme mit den Leuten an der Front, den Außendienstmitarbeitern. Wie in anderen Bereichen auch, kommt es zu einer Überalterung, zusätzlich ist der Ruf der Branche alles andere als gut. Dazu tragen sicherlich Geschäftspraktiken bei, wie sie bei ERGO angewendet werden. Wie kann es sein, dass Makler diverse Auflagen erfüllen müssen, um überhaupt auf dem Markt tätig sein zu dürfen? Strukturvertriebe dagegen haben das Recht ihre neuen Mitarbeiter nach einem Wochenendseminar auf die Menschheit loslassen? Diese verkaufen Freunden und Verwandten, bar jeglichen Fachwissens, Produkte von denen sie keine Ahnung haben. Nach etwa einem Jahr sind maximal noch fünf Prozent der Neueinsteiger tätig. Viele von ihnen haben sich verschuldet, da sie motiviert wurden, ihren Hauptberuf aufzugeben und sich ein Auto zum repräsentieren zu kaufen. 
 

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