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Börse - die falsche Frage

(361 x gelesen) im
Mai 27 2020

Börse – die falsche Frage

Am Mittwoch letzter Woche zwang mich der leere Kühlschrank einkaufen zu gehen. Genervt von der (mehr als umstrittenen) Maskenpflicht laufe ich durch den ortsansässigen Supermarkt auf der Suche nach meinen Abendessen. Just als ich vor dem Kühlregal mit dem Käsesortiment stehe, spricht mich einer meiner Nachbarn an, der weiß dass ich beruflich mit Aktien und Fonds zu tun habe. „Kannst du mir sagen, warum gestern der DAX um 200 Punkte gefallen ist?“

Es ist schwierig darauf eine konkrete Antwort zu finden

Wow, ich bin hungrig und dann noch diese Frage. Aber Spaß beiseite, ich habe es nach dem Einkaufen und Abendessen recherchiert. Verantwortlich für den Rückgang war der etwas schlechter ausgefallene Konsumklima-Index. Am Tag vor dieser Begegnung im Discounter, stellte mir ein Kunde am Telefon eine ähnliche Frage – nämlich: warum am Tag zuvor die Kurse nach oben gegangen sind. Ich konnte mich kaum daran erinnern, dass sie an dem besagten Tag überhaupt gestiegen waren.

Gründe gibt es im nach hinein immer

Für jeden Beobachtungszeitrum (egal ob Tag, Woche, Monat oder Jahr) lassen sich Gründe für das Steigen oder Fallen der Aktienkurse über einen bestimmten nachgefragten Zeitabschnitt finden. Allerdings gibt es rund 250 Handelstage pro Jahr! Warum die Kurse etwa gestern gestiegen oder gefallen sind, behält man noch im Kopf. Aber was war noch mal der Anlass für den schwachen Tag am Dienstag vor drei Wochen oder für den Rückschlag im Juni letzten Jahres oder für den Anstieg im ersten Quartal 2019 etc.?

Tägliche Bewegungen sind für Langzeitanleger unerheblich

Sicher merken Sie schon, dass manche Fragen ziemlich anstrengend sind. Um mir die ganze Mühe zu ersparen, kam mir dann die erleuchtende Idee. Nämlich die absolut perfekte Gegenfrage, falls ich wieder mit derartigen Dingen konfrontiert werde. Für Kursbewegungen an der Börse gibt es immer einen Auslöser, aber sind diese für Langzeitanleger tatsächlich wichtig?

Völlig falsche Frage

Wie es der Zufall so wollte, lief mir mein Nachbar nur wenige Tage später abermals über den Weg. Da ich perfekt vorbereitet war, freute ich mich auf seine Weisheiten zum aktuellen Börsengeschehen, welche er mir dann auch sofort nach der Begrüßung mitteilte: „Hast du es gesehen?“ Ich: „Äh was?“ Er: „Gestern ist der DAX um über 300 Punkte gestiegen, was war denn da bloß los?“ Meine Antwort kam postwendend: „Sei mir bitte nicht böse, aber um langfristig mit Aktien auf einen grünen Zweig zu kommen, ist das die völlig falsche Frage.“

Dow Jones hat sich in 35 Jahren vervierundzwanzigfacht

Große runde Augen starrten mich an und ich holte zu meiner Gegenfrage aus: „Kannst Du mir erklären, weshalb der DOW JONES, das ist die Bezeichnung für den Index der 30 größten Aktiengesellschaften in den USA, in den vergangenen 35 Jahren von 1.000 Punkten auf knapp 25.000 Punkte – trotz aller Krisen – gestiegen ist? Der Kurs hat sich vervierundzwanzigfacht, was war denn da nur los?“

Wie beim Autofahren

Meinem Nachbar war natürlich nun der Wind aus den Segeln genommen und außer einem nachdenklichen „das habe ich gar nicht gewusst – ist das tatsächlich so?“ kam nichts mehr. Ich habe ihm erklärt, dass die Entwicklung in einem kurzen Zeitraum völlig belanglos ist, beispielsweise schaut man beim Autofahren ja auch nicht nur auf den Meter vor der Stoßstange.

Für viele Deutsche ist die Börse immer noch eine Art Glücksspiel. Diese Methode von Zocken, also  der Versuch das richtige Markttiming beim Kauf und Verkauf zu erwischen, führt nur selten ans Ziel. In der aktuellen Nullzinsphase, bei der klassische Anlageprodukte von Banken und Versicherungen nach Abzug der offiziellen Inflationsraten einen Verlust erbringen, ist es geradezu zwingend erforderlich einen Teil des Ersparten in Produktivvermögen zu investieren. Der einfachste Weg dazu bildet ein breit streuender Aktienfonds – interessant dazu ist das Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts...

 

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