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Dez 14 2019

Deutsche Sparer sind realitätsfern

Auf Spareinlagen gibt es keine Zinsen mehr und mittlerweile verlangen auch immer mehr Kreditinstitute sog. Verwahrentgelte, sprich Strafzinsen, aber trotzdem trägt der deutsche Sparer weiterhin sein Geld zur Bank. Sicherlich ist einer der Hauptgründe dafür Unwissenheit, denn nur wenigen Kunden dürfte bekannt sein, welche Renditen klassische Bankprodukte abwerfen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mehrthemenbefragung mit 1002 Personen im Alter ab 16 Jahren, die im Auftrag der Postbank im Juli 2019 durchgeführt wurde.

Sparquote auf hohem Niveau

Die Sparlust der Bundesbürger bleibt ungebrochen. Denn Dreiviertel (74 Prozent) aller Deutschen legen regelmäßig Geld zur Seite. Im Vorjahr erreichte die Sparquote mit 76 Prozent nur einen marginal höheren Wert. Da das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung weiter drastisch sinken wird, ist dies prinzipiell eine gute Nachricht. Andererseits offenbart die Befragung, dass deutsche Sparer weit von der Realität entfernt sind bzw. an einer neuen Art der Wirklichkeitsverweigerung leiden.

Deutsche lieben ihr Giro- und Sparkonto

Als Grund dafür gilt: jeder zweite Deutsche legt sein Geld auf dem Girokonto an, obwohl es dort keine Guthabenzinsen mehr gibt. Auf Rang zwei der beliebtesten Sparanlagen folgt das Sparbuch,  das 32 Prozent der Befragten nutzen – Zinsen ebenfalls Fehlanzeige. Null Prozent Zinsen bei zwei Prozent offizieller Inflationsrate (stellt den tatsächlichen Preisanstieg nur unzureichend dar, lesen Sie mehr in folgendem Blogartikel) ergibt unter dem Strich einen Vermögensverlust.

Junge Leute verstecken ihr Geld zuhause

Eine erschreckende Tendenz ist bei den 16- bis 29-Jährigen erkennbar. 36 Prozent gaben an, dass sie ihr Geld zuhause verstecken. Zwar entgehen sie mit dieser Handlungsweise etwaigen Strafzinsen der Bank, doch andererseits schlägt die Inflation unvermindert zu. Außerdem ist die Gefahr eines Diebstahl ebenfalls nicht von der Hand zu weisen.

Hessen haben höchste Sparguthaben

Durchleuchtet man die Einlagenhöhen der Sparkonten, so kommen große regionale Unterschiede ans Tageslicht. Spitzenreiter ist Hessen mit einer durchschnittlichen Summe von gut € 51.300 pro Kopf, es folgt Berlin mit € 29.751 sowie Hamburg mit € 29.650. Auf den hinteren Plätzen rangieren die neuen Bundesländer, Brandenburg mit € 13.909, Sachsen-Anhalt mit € 13.884 und Mecklenburg-Vorpommern mit € 13.878 Euro.

Völlig falsche Vorstellung vom Sparen

Unwissenheit und die Neigung sein Geld auf einem sicheren Giro- oder Sparkonto anzulegen stehen im Zusammenhang. 32 Prozent der Sparer haben keine Ahnung wie hoch ihre Rendite ist und lediglich 28 Prozent sind sich im Klaren darüber, dass mit ihren Bankanlagen keine Gewinne zu erzielen sind. Besonders schlecht aufgeklärt sind junge Leute – 15 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 14 Prozent der Personen in der Altersgruppe 30 - 39 Jahre gehen von einem jährlichen Zinsertrag von mehr als 10 Prozent aus, obwohl ihr Erspartes hauptsächlich in klassischen Bankprodukten schlummert.

Unrealistische Einschätzung

„Dies ist eine unrealistische Schätzung. Auf Sparbuchguthaben gab es solch hohe Zinsen zuletzt in den 1980er-Jahren“, so Dr. Marco Bargel von der Postbank. „Derzeit tendiert der Zinssatz Richtung null Prozent. Selbst eine Rendite, die zumindest einen Inflationsausgleich erreicht, lässt sich im derzeitigen Zinstief mit konservativen Anlagen kaum erzielen.“ Für den Buchautor und Psychologen Dr. Wolfgang Krüger besitzen Deutsche eine „recht wunderliche“ Einstellung zum Thema Geld: „Einerseits überschätzen viele die Bedeutung von Geld, andererseits interessieren sich die meisten Menschen kaum für die eigenen Finanzen und haben viel zu wenig Kenntnisse, wie sie ihr Geld anlegen und vermehren können. Nach Jahren bekommen sie dafür dann die Quittung – und sind über das Ergebnis entsetzt“.

Umdenken erfolgt häufig nur in der Theorie

Zum Befund passt auch das Resultat einer Studie der Sparkassen – aufgrund der Zinssituation halten die Bundesbürger Aktien zwar für die bessere Anlageform, legen ihr Geld aber
lieber weiterhin auf Giro- und Sparkonten. „Der Wunsch, jederzeit auf das Ersparte zugreifen zu können, ist auch in diesem Jahr offenbar höher, als der Wunsch nach Rendite“, so Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (GSGV).

Anstieg der Guthaben auf Girokonten um 6,1 Prozent

Fast die Hälfte aller Befragten gaben an, wegen faktisch nicht mehr vorhandener Zinsen in andere Anlageformen investieren zu wollen bzw. haben dies nach eigenen Worten bereits umgesetzt. Die Realität spricht allerdings eine andere Sprache. Die Spareinlagen auf Konten der deutschen Sparkassen sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten acht Monaten dieses Jahres lediglich um 0,7 Prozent. Im Gegenzug stiegen jedoch die Guthaben auf Girokonten um 6,1 Prozent an. € 480 Milliarden verwalten alleine die Sparkassen somit auf diesen täglich verfügbaren Konten. Diese Zahl sollte zum Denken anregen, denn es handelt sich hierbei um Kapital, das sich nicht verzinst und zusätzlich, wie bereits erwähnt, durch die Inflation noch an Wert verliert. Helmut Schleweis erklärt dieses ignorante Verhalten der Sparer mit weiterhin geringer Risikobereitschaft, sowie mangelndem Wissen über Aktien und Investmentfonds.

Fehlende Aktienkultur und Lethargie

Vergleicht man Deutschland mit anderen Industriestaaten, so stellt man fest, dass es hier keine Aktienkultur gibt, denn der deutsche Geldanleger ist fast ausschließlich auf Zinserträge fokussiert. Das Verhalten in Geldfragen lässt sich als lethargisch bezeichnen, vor allem im Hinblick auf die zurückgehenden Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Es fehlt die Selbstverantwortung, wie leider auch in weiteren Bereichen unseres täglichen Lebens.

 

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