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Strafzinsen bei Volksbanken

(114 x gelesen) im
Juli 04 2017

Strafzinsen bei Volksbanken

Als die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee für Tagesgeldkonten mit einem Guthaben von mehr als € 100.000 Strafzinsen einführte, stellten mehrere Vorstände anderer Kreditinstitute dies als Ausnahme dar. Eine aktuelle Erhebung zeigt aber indes, dass Minuszinsen für Anleger mittlerweile an der Tagesordnung sind. Vorreiter sind auch hier die Volks- und Raiffeisenbanken.

Bis zu 0,5 Prozent Strafzinsen

Gebühren für Bankkunden, auch Verwahrentgelte genannt, haben indes ein beträchtliches Ausmaß erreicht und bewegen sich zwischen 0,3 und 0,5 Prozent. Je nach Kreditinstitut werden sie auf Fest- und Tagesgeldkonten, aber auch auf Girokonten erhoben.

Auch ohne Negativzinsen zahlt der Sparer drauf

Auch wenn der Kleinsparer von den Verwahrentgelten nicht betroffen ist, zahlt er drauf. Denn derweil haben viele Banken weitere Gebühren eingeführt. Ein typisches Beispiel für kreative Kostengestaltung ist die Volksbank Niederschlesien. Hier werden teilweise Einlagen noch mit Guthabenzinsen in homöopathischer Höhe von 0,01 Prozent belohnt, aber gleichzeitig jährliche Kontoführungsgebühren von € 5 bis € 50 fällig. Des weiteren füllen Kreditinstitute ihre Kassen, indem sie Gebühren für das Abheben von Bargeld verlangen. Aber wie sieht es zukünftig aus, berechnen nun alle Banken Minuszinsen? „Hier kann man von einem Trend sprechen“, so Thomas Beutler, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Saarland. „Das Niedrigzinsniveau hält sich hartnäckig und die Banken leiden darunter.“ Für einen gewissen Zeitraum lässt sich dies Phase kompensieren. Die Problematik spitzt sich aber im Laufe der Zeit zu, wenn hoch verzinste Altanlagen auslaufen, so Beutler.

Privatkunden sollten vor Strafzinsen bewahrt bleiben

Viele Privatkunden wurden von der flächendeckenden Einführung der Strafzinsen überrascht. Denn grundsätzlich versprachen Kreditinstitute – egal ob Privat- oder Genossenschaftsbanken und auch Sparkassen – Negativzinsen lediglich von Geschäftskunden einzufordern. Beispielsweise erklärte der Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) noch im Juni vergangenen Jahres, Privatkunden vor Strafzinsen zu bewahren. „Ich glaube nicht, dass wir auf absehbare Zeit im deutschen Privatkundengeschäft in der Breite Negativzinsen sehen werden“, äußerte BVR-Präsident Uwe Fröhlich gegenüber der Börsen-Zeitung. „Die Schwelle, ins Negative zu gehen gegenüber dem Privatkunden, ist sehr, sehr hoch.“ Nach seiner Aussage drohe dabei auch eine Abwanderung von Sparern zur ausländischen Konkurrenz. „Die Kunden in Deutschland werden sich das in der Breite nicht gefallen lassen.“

Hauptschuld EZB

Auf Anfrage vom Handelsblatt ernennt der BVR die EZB zum Hauptschuldigen: „Negativzinsen für Kunden sind die direkte Folge der seit Jahren betriebenen Geldpolitik der EZB, die Negativzinsen von Kreditinstituten verlangt. Einige Institute versuchen, die direkten Folgen in Form einer Mischkalkulation abzumildern. Je länger die verkehrte Geldpolitik der EZB anhält, desto schwieriger wird dies für die Banken.“ Betroffen sind vor allem Banken, bei denen Kunden hohe Summen angelegt haben, also speziell Volksbanken. „Genossenschaftsbanken verfügen traditionell über hohe Kundeneinlagen. Bei fehlendem Kreditgeschäft schlägt der Negativzins dann für diese Banken besonders durch“, so Thomas Beutler. „Die höheren laufenden Geschäftskosten durch Filialen und Personal fallen immer mehr ins Gewicht.“

Banken geben keine Stellungnahme

Im Süden Deutschlands sind die fleißigsten Sparer ansässig und dort haben unterdessen auch vermehrt Kreditinstitute Negativzinsen eingeführt. Laut Auskunft des BVR können Betroffene auf andere Anlageformen ausweichen, auch berieten Genossenschaftsbanken ihre Kunden „aktiv, wie Negativzinsen durch alternative Anlageformen vermieden werden können.“ Zu ihren Erfahrungen mit Verwahrentgelten äußern sich betroffene Institute aber kaum. Auf die Frage nach Kundenreaktionen verweist Ingo Freidel, Vorstand der Volksbank Stendal auf den Bundesverband in Berlin und äußert dazu: „Als einzelne regionale Kreditgenossenschaft wollen wir keine weiteren Stellungnahmen zu dem Thema abgeben.“

Reaktion der Politik

Mittlerweile mischen sich ebenfalls Politiker in das Geschehen ein. So erklärt etwa Antje Tillmann, finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU im Bundestag gegenüber dem Handelsblatt: „Es wird Zeit, dass die geldpolitische Wende eingeleitet wird und zumindest die Negativzinsen abgeschafft werden. Die Banken haben in den vergangen Jahren anderweitiges Einsparpotenzial ausgeschöpft, um die immer belastendere Zinspolitik der EZB auszugleichen.“ Dass allerdings für Großanleger Negativzinsen anfielen, könne sie nachvollziehen, sagt Tillmann. „Ich appelliere aber auch weiterhin an die Banken, diese Belastung nicht an private Kleinsparer weiterzugeben.“ Die Vorgangsweise zeigt, dass der Bürger positiv gestimmt werden soll, da in nächster Zeit Wahlen anstehen. Für mich sieht so Populismus in seiner Reinform aus.

Mangelnde Transparenz

Kritisieren lässt sich vor allem die Art und Weise, wie Verwahrentgelte eingeführt wurden – dies geschah oftmals ohne detaillierte Information an den Sparer. So findet man die Zinsangaben häufig nicht direkt sichtbar auf der Homepage des jeweiligen Institutes, sondern lediglich versteckt im Informations-Dschungel des Preisverzeichnisses. Manche Genossenschaftsbanken verzichten gar auf diese Angaben und verweisen lapidar auf den Aushang in der Filiale. Thomas Beutler steht diesem Verhalten kritisch gegenüber: „Wenn ein Girokonto negativ verzinst ist, dann handelt es sich um eine wesentliche Leistung, die im Preisaushang veröffentlicht sein müsste.“ Durch diese Geschäftspraktiken wird dem Kunden der Kostenvergleich stark erschwert. Für den BVR ist jedoch alles im grünen Bereich: „Alle Banken sind verpflichtet, ihre Zinsangaben im Preis- und Leistungsverzeichnis auszuweisen, so dass Kunden die Möglichkeit haben, sich über ihre jeweils aktuellen Konditionen zu informieren.“ Wer wundert sich über diese Aussage?

Aktives Handeln gefragt

Warum nicht über einen Wechsel der Hausbank nachdenken? Die Filialnetze werden ausgedünnt und der Bankberater am Schalter wird aufgefordert laufend höhere Umsatzvorgaben zu erfüllen. Wenn Sie also nicht mehr zufrieden sind, dann holen Sie sich ganz einfach Angebote von anderen Kreditinstituten ein. Aktiv werden muss ein Anleger auch bezüglich der Art seiner Geldanlage. Leider ist für viele Sparer Neuland, dass auf dem Giro- und Tagesgeldkonto nur Kapital verbleiben sollte, das kurzfristig benötigt wird. Das restliche Vermögen gehört in andere Anlageformen, um den Strafzinsen zu entgehen. Es ist hier wenig hilfreich, mit der Vogel-Strauss-Politik auf eine Besserung zu warten. Denn Fakt ist, die Niedrigzinspolitik der EZB wird kurz- und mittelfristig fortgesetzt werden. Auch folgen weitere Kreditinstitute dem Vorbild der Volks- und Raiffeisenbanken und bitten dem Sparer für Einlagen zur Kasse.

Alternative Investmentfonds

Das traditionelle Anlegerverhalten mit Fokussierung auf Zinserträge, muss über Bord geworfen werden. Klassische Sparprodukte von Banken und Versicherungen sind nicht in der Lage, die Inflationsrate zu übertreffen. Damit spart sich der Anleger arm, da sein Vermögen fortlaufend an Wert verliert. Lässt sich darauf die dringend benötigte Altersvorsorge aufbauen? Diese Frage sollte sich jeder Bürger selbst beantworten. Bei einem Vermögensaufbau führt allerdings kein Weg an einer direkten Beteiligung an der Wertschöpfung der Wirtschaft vorbei. Als einfachste Form dafür gilt die Aktie. Um eine breite Streuung zu erreichen sind Investmentfonds erste Wahl.

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