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Allianz hebt Dividende

Der größte europäische Versicherungskonzern, die Allianz, plant eine Erhöhung ihrer Dividendenzahlungen an seine Aktionäre. Die Geschäfte laufen gut und auch im dritten Quartal diesen Jahres wurde ein positives Ergebnis eingefahren. Der Quartalsumsatz stieg um 14,5 Prozent auf € 28,78 Milliarden – das operative Ergebnis belief sich auf € 2,65 Milliarden, das entspricht einer Erhöhung von 5,2 Prozent. Die Solvabilitätsquote betrug zum 30. September 184 Prozent, was einem Zuwachs von 3 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2013 gleichkommt. Der Gesamtumsatz im Jahr 2014 erhöhte sich um 9,8 Prozent auf € 92,20 Milliarden – das operative Ergebnis ging um 6,0 Prozent nach oben und beläuft sich nunmehr auf € 8,14 Milliarden. Der auf die Aktionäre entfallende 9-Monatsüberschuss legte um 5,5 Prozent auf € 5,00 Milliarden zu. Das Eigenkapital stieg um 16,2 Prozent auf € 58,2 Milliarden, demgegenüber lag der Stand vom 31. Dezember 2013 gerade einmal bei € 50,1 Milliarden. „Angesichts unseres Ergebnisses halten wir an unserer Prognose für das operative Ergebnis der Allianz Gruppe fest und sehen das obere Ende der Spanne von 10,5 Milliarden Euro in Reichweite“, sagte Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE.

Deutliche Erhöhung der Dividende

Auf Grund der positiven Entwicklung plant der Konzern die Ausschüttungsquote ihrer Dividenden von 40 auf 50 Prozent zu erhöhen. Zusätzlich wird in Aussicht gestellt das nicht ausgeschöpfte Budget für externes Wachstum alle drei Jahre an die Aktionäre auszuschütten. Die Dividende je Anteilsschein soll dabei mindestens auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Bereits 2013 wurde die Ausschüttung pro Aktie von € 4,50 auf € 5,30 angehoben, das entspricht einem Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012.

Die Zahlen der einzelnen Sparten:

1) Schaden- und Unfallversicherung
Die Bruttoeinnahmen an Versicherungsprämien stiegen im dritten Quartal um 5,7 Prozent auf € 11,25 Milliarden. Das operative Ergebnis legte dabei um 15,2 Prozent auf € 1,42 Milliarden zu. Ein höheres versicherungstechnisches Ergebnis führte zu einer um 1,3 Prozentpunkte besseren Schaden-Kosten-Quote von nunmehr 93,5 Prozent. Im Gegenzug sank die Schadenquote um 1,3 Prozentpunkte auf 65,9 Prozent. Dieser Umstand wird durch eine kleinere Anzahl von Schäden aus Naturkatastrophen gestützt, welche teilweise infolge eines geringeren Abwicklungsergebnis ausgeglichen wurden. „Unsere Beitragseinnahmen stiegen vor allem aufgrund höherer Volumina, Zeichen für die gute Nachfrage nach unseren Produkten“, so Dieter Wemmer.

2) Lebens- und Krankenversicherung
Die Beitragseinnahmen erhöhten sich im dritten Quartal um 24,9 Prozent auf € 15,85 Milliarden. Das operative Ergebnis stieg um 2,8 Prozent auf € 790 Millionen Euro und ist damit auf einem soliden Niveau. Der Zuwachs des Neugeschäfts betrug im Vergleich zum Vorjahresquartal 36,5 Prozent und liegt nun bei € 293 Millionen.

3) Asset Management
Die Erträge im dritten Quartal wurden mit € 1,62 Milliarden angegeben, das entspricht einen Rückgang von 2,6 Prozent und damit fiel das operative Ergebnis um 5,0 Prozent auf € 694 Millionen Euro zurück. Die Nettomittelabflüsse von Dritten beliefen sich auf € 47,4 Milliarden. Bei der übernommenen Fondsgesellschaft PIMCO flossen € 49,2 Milliarden ab, wobei der größte Teil auf die letzte Septemberwoche nach bekannt werden eines Führungswechsels im Investmentteam entfiel. Positiv entwickelte sich Allianz Global Investors – hier wurde ein operatives Ergebnis von € 110 Millionen erzielt.

Rekorddividende für Aktionäre – gebrochene Versprechen an den Kunden

Mit Unverständnis reagiert der Bund der Versicherten e. V. (BdV) auf die Ankündigung der Allianz Versicherung die Dividende ihrer Aktionäre anzuheben und mit dem Aufbau einer gesonderten Rücklage diese Quote auch in den Folgejahren mindestens halten zu wollen. „Es ist unseres Erachtens ein deutlicher Missstand, dass die Allianz großzügige Geschenke an ihre Aktionäre verteilt, gleichzeitig aber die Lebensversicherungskunden massive Kürzungen hinnehmen müssen“, kritisiert BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein. Denn die Auszahlungssummen, welche die Versicherten aus ihren Lebens- und Rentenversicherungsverträgen erhalten, verringern sich konstant seit über einem Jahrzehnt. „Das System ist aus dem Gleichgewicht, hier ist die Aufsicht gefordert“, mahnt Kleinlein.

Der BdV erneuert somit seine Kritik an der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), welche er bereits im Finanzausschuss des Bundestags geäußert hat. Die Auslöser der Anhörung waren neben den rückläufigen Auszahlungssummen auch vermehrt beobachtete Skandale in der Versicherungswelt. „Die Mängel bei Lebensversicherungen sind so groß, dass die Kündigung der Normalfall ist. Das ist ein Missstand, dem sich die Aufsicht endlich annehmen sollte“, fordert Kleinlein. Denn nahezu zwei Drittel aller Lebens- und Rentenversicherungsverträge werden vor Vertragsende von den Versicherten gekündigt. Das an den Tag gelegte Verhalten der Allianz verstärkt diesen Trend zusätzlich. „Die private Altersvorsorge steckt in einer Krise“, resümiert der BdV-Vorstandssprecher.

Der Verlierer ist der Versicherte

Von einer Krise der Versicherungsunternehmen ist indes nur wenig zu spüren – „Großkalibern“, wie der Allianz, geht es blendend. Laut einer Mitteilung der Börsen-Zeitung wird die Ausschüttung je Aktie voraussichtlich über jene 5,50 Euro aus dem Boom-Jahr 2007 steigen. Experten rechnen mit sieben Euro oder mehr. Die Aktionäre dürfen sich also auf eine Rekorddividende freuen. Indessen werden den Kunden einer Lebensversicherung an anderer Stelle Milliarden Euro an Überschüssen und Bewertungsreserven gekürzt oder ganz gestrichen. „Hier herrscht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft vor“, kritisiert Kleinlein. „Auf der einen Seite die Aktionäre, die mit Vorrang bedient werden, auf der anderen Seite der Kunde, der immer weniger bekommt. Das ist ein Missstand.“

In Anbetracht dieser Tatsachen erscheint es sinnvoller, Aktien der Allianz zu kaufen als eine Lebens- oder Rentenversicherung dort abzuschließen.

 

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